{"id":193,"date":"2008-03-01T23:24:55","date_gmt":"2008-03-01T22:24:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.buergerchain.at\/index.php\/2008\/03\/01\/zur-blindheit\/"},"modified":"2018-07-04T10:39:45","modified_gmt":"2018-07-04T08:39:45","slug":"zur-blindheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sehenohnegrenzen.org\/index.php\/2008\/03\/01\/zur-blindheit\/","title":{"rendered":"Zur Blindheit"},"content":{"rendered":"<p>Blindheit wird von der WHO mit einer Abnahme der Sehsch\u00e4rfe auf weniger als 0.05 oder einer Gesichtsfeldeinschr\u00e4nkung auf weniger als 10 Grad definiert (WHO, ICD-10, DIMDI 1994\/2005: Code: H54.-; WHO Technical Report Series No. 518; 1973). Liegt die Sehsch\u00e4rfe zwischen 0.3 und 0.05 oder ist das Gesichtsfeld kleiner als 20 Grad spricht man von einer Sehbehinderung.<\/p>\n<p>Laut Mitteilung der WHO aus dem Jahr 2004 (Resnikoff S, Pascolini D, Etya?ale D. Global data on visual impairment in the year 2002. Bull WHO 2004;82:844-51) sind 37 Millionen Menschen blind. Die prozentuelle Aufteilung ist aus der Tortengrafik ersichtlich:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-192\" src=\"http:\/\/www.sehenohnegrenzen.org\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/torte.png\" border=\"0\" hspace=\"0\" width=\"640\" height=\"421\" \/><\/p>\n<p>Fast die H\u00e4lfte (47.8%) entf\u00e4llt auf den Grauen Star (Katarakt), eine Tr\u00fcbung der Linse. Dieser kann sehr gut operiert werden und den Menschen ihr Sehverm\u00f6gen damit wieder gegeben werden. Diese Blindheitsursache findet man vor allem in sogenannten Entwicklungsl\u00e4ndern. Durch zahlreiche Initiativen, wie zB Vision 2020 der WHO, Sight First der LIONS, nationale Programme der einzelnen Staaten, Aktionen der Rotarier, der Christoffl Blindenmission, von Licht f\u00fcr die Welt, Mercy Ships, Orbis, Sehen ohne Grenzen und weiterer zahlreicher non-profit-Organisationen wird diese enorme Zahl laufend verringert.<\/p>\n<p>Die zweith\u00e4ufigste Erblindungsursache ist der Gr\u00fcne Star (Glaukom), sowohl in den Industriestaaten als auch den Entwicklungsl\u00e4ndern. Grund daf\u00fcr ist, dass das Glaukom schmerzlos ist und lange Zeit ohne Symptome verl\u00e4uft. Erst sehr sp\u00e4t werden das D\u00e4mmerungssehen schlechter, das Gesichtsfeld kleiner und das Sehverm\u00f6gen nimmt ab. Beim Glaukom kommt es zu einem Absterben von Nervenfasern und Ganglienzellen der Netzhaut, welches irreversibel ist. Hauptrisikofaktor ist der Augeninnendruck, welcher meist f\u00fcr den Sehnerven individuell zu hoch ist. Weitere Risikofaktoren sind h\u00f6heres Alter, afrikanische Abstammung, Glaukom in der Familie, hohe Kurzsichtigkeit, Durchblutungsst\u00f6rungen, hoher und niedriger Blutdruck wie auch Migraine. Rechtzeitig erkannt, l\u00e4sst es sich gut mit Tropfen, Laser oder Operationen behandeln (weitere Infos <a href=\"http:\/\/www.glaukom.de\/\">www.glaukom.de<\/a>)<br \/>Wegen der enormen Anzahl an Blinden und der Tatsache, dass 50% der Menschen nicht wissen, dass sie an Glaukom erkrankt sind, fand am 6.M\u00e4rz 2008 erstmalig ein <a href=\"http:\/\/www.sehenohnegrenzen.org\/index.php\/2008\/03\/01\/1-weltglaukomtag-632008\/\">Weltglaukomtag<\/a> statt.<\/p>\n<p>Einen gro\u00dfen Anteil der Erblindungen (1. Stelle in den Industriestaaten) stellt die alterbedingte Makuladegeneration (AMD) dar. Bei der trockenen Form, welche die h\u00e4ufigste darstellt, kommt es zu einem Absterben der Rezeptorzellen (Zapfen und St\u00e4bchen) und der Pigmentepithelzellen der Netzhaut sowie der Gef\u00e4\u00dfe der Aderhaut, leider genau im Bereich des sch\u00e4rfsten Sehens, dem gelben Fleck (Makula lutea). Zus\u00e4tzlich finden sich Ablagerungen (Drusen). Bei der feuchten Form kommt es zu Gef\u00e4\u00dfneubildungen im Bereich des gelben Fleckes mit Blutungen und Bindegewebsbildung. F\u00fcr beide Formen gibt es unterschiedliche Behandlungsm\u00f6glichkeiten, Leselupen helfen zus\u00e4tzlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blindheit wird von der WHO mit einer Abnahme der Sehsch\u00e4rfe auf weniger als 0.05 oder einer Gesichtsfeldeinschr\u00e4nkung auf weniger als 10 Grad definiert (WHO, ICD-10, DIMDI 1994\/2005: Code: H54.-; WHO Technical Report Series No. 518; 1973). 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