Nigeria 2017

Drucken

Eye Camp 29.1.-4.2.2016  in Ihitte/Uboma (Nigeria): 43. Camp  

TeilnehmerInnen

Dr. Sonja Kern, Leoben;
Dr. Michael Kern, Leoben;
Univ.-Prof. Dr. Christoph Faschinger, Graz;
Dr. Eva-Maria Faschinger, Wien;
DGKS-OP Rosemarie Grassmugg, Graz;
DGKS-OP Lisa Zechner, Graz;
DGKS Sanda Bilic, Wels;
Brigitte Zechmeister, Graz,
DGKS Irene Bronnenmayer, Graz,
Dr Innocent Eziaha Emeakaroha, Linz

Gastgeber: Dr. Emeka Emeakaroha, One Heart, Dr. Emeka´s Vision für Entwicklungszusammenarbeit und Völkerverständigung

Team Nigeria 2017

 

Ort, PatientInnen

Ort: Ihitte/Uboma, ungefähr 200 km nordöstlich von Port Harcourt

Planung, Vorbereitung und Einkauf aller notwendigen Verbrauchsmaterialien in Österreich Monate zuvor. Sehr hilfreich bei den Transporten von Österreich nach Nigeria war wiederum Herr Anton Novotny von Cemcon Meditech, Wien und Lagos. Kopien der Schreiben vom letzten Jahr der notwendigen Dokumente (Statusblatt, Information und Einverständniserklärung, OP-Bericht), Arbeitserlaubnis (unentgeltliche Tätigkeit im humanitären Bereich durch Dr Emeka), Gelbfieberimpfungen, Visa (wurden von Dr. Emeka organisiert).        

Anreise über Frankfurt nach Abuja (Zwischenlandung) und Port Harcourt, dort Übernachtung im Igoni Hotel etwas außerhalb von Port Harcourt.

Abholung vom Flugplatz nach etwas zäher Einreise (die Ankunfts“halle“ ist nach wie vor Zelt) und Ebolaüberprüfung mit einem Bus und diesmal 4 mit Maschinenpistolen bewaffneten Polizisten, die uns die gesamte Aufenthaltszeit begleiteten und bewachten (was lt. Warnungen des Außenamts sehr gut geheißen wird. Entführungen sind überall im Lande möglich. Am 3. Tag des Camps waren es plötzlich 8 Polizisten, da in 70 km Entfernung ein asiatischer Techniker entführt worden war).

Am nächsten Morgen rund 3 Stunden Fahrt mit dem Bus nach Ihitte/Uboma, der Heimatstadt von Pfarrer Dr. Emeka Emeakahora. Nachmittags nach Begrüßung durch eine Tanz- und Theatergruppe Segnung durch den Bischof und gemeinsame Eröffnung durch den Bezirksvorsteher. Zum  Zeichen der Freundschaft wurden Kolanüssen verschenkt. Danach Adaptation aller Räumlichkeiten und Aufbauen der Gerätschaften (Mikroskope, Spaltlampe, Autoklaven, Biometrie, Keratometrie, Funduskopie, etc. ) Da Dr Eziaha bereits eine Woche vorher anreiste, konnte er bereits ein Screening betreffend operationswürdige Linsentrübungen durchführen und so warteten bereits einige PatientInnen auf die Operation. Abends dann Willkommen durch den Vater, Chief und King Eugene Emeakaroha. Dienstag bis Freitag vormittags Voruntersuchungen, Operationen und Visiten. Zahlreiche PatientInnen hatten völlig weiße, rotbraune oder schwarze Linsentrübungen (Katarakte) (mit ECCE operiert) oder hintere Schalentrübungen oder Trübungen nach Verletzungen (zB Boxer) (mit Phako operiert). Pseudoexfoliation gleich häufig wie in Österreich. In Summe wurden 122 Staroperationen durchgeführt. Ein Teil davon war schwierig (Druck von hinten bei Verständigungsproblemen und Angst der PatientInnen, a priori Glaskörpervorfall, schwache Zonula, etc). Die PatientInnen waren sehr glücklich, dankbar und überaus freundlich.

Donnerstag abends gab es noch ein Abschiedsfest mit einer Ansprache von Chief E. („wir sind Oji mma = Menschen, die sehr gut mit dem Messer umgehen können“) und Tanzgruppe. 

Eine Woche vor uns reiste eine Gruppe von 3 Optikerinnen und einem Elektroingenieur nach Ihitte, wobei sie 2 Brillenschleifmaschinen von Essilor aufstellten und zahlreiche Brillen anpassten. Bei einem Totalstromausfall wegen Netzüberlastung war der Elektrotechniker eine besonders große Hilfe, nach 1 Stunde war der Schaden behoben! Rückfahrt mit dem Bus bei 35 Grad nach Port Harcourt und Rückflug wieder über Abuja und Frankfurt.

Dr Emeka erzählte, dass dieses Camp – auch für ihn überraschend – von 3 Menschen des Geheimdienstes „geprüft“ wurde: sind die mitgegebenen Medikamente nicht abgelaufen? liegen Einverständniserklärungen auf? sind die Ergebnisse zufriedenstellend? etc. Nach diesen Kontrollen gaben sie sich zu erkennen und stellten dem Projekt ein sehr gutes Zeugnis aus, das auch ans Gesundheitsministerium weitergeleitet wird.

allen unseren Sponsoren herzlichen Dank, vor allem: 

Fa 3M sponsorte Pflasterrollen

Fresenius Kabi sponsorte spikes&Überleitungsstücke

Andre reparierte die defekte Phakomaschine (Displaybruch durch Transport letztes Jahr und auch Platine) in Windeseile (Herr Rühmkorf wie immer sensationell)

Andre unterstützte uns mit einigen Vitrektomiesets

Lufthansa (Chefpurserin, sehr nett) Mineralwasser und 1 Flasche Shiraz

Ausgaben 

Verbrauchsmaterialien

Ein Teil der Gerätschaften verblieb für weitere geplante Augencamps in Ihitte/Madonna Austrian Hospital. 

Kitpacks Lohmann und Rauscher 5.378,72
Aurolab (Linsen, Visko, Messer, Mäntel, Tücher, etc) 8.476,17
Fresenius (Aqua bidest, Ringer) 258,50
Cemcon Transport 3.030,00
Braun (Spritzen) 7,80
Braun (Injektionsnadeln) 25,20
Apotheke (Cefuroxim, Malarone, Suprarenin, etc) 743,66
Apotheke (Diamox) 6,70
Visa und Botschaftsgebühren 1.800,00
Summe 19.726,75

 

Sehen ohne Grenzen @ 2002-2014